laible-verlagsprojekte

Passivhaus-Kompendium-Magazin

Freiräume-Magazin

Denkmal-Sanierung-Magazin

thumb kfw logo 08Während die EZB sich noch ziert, die Zinswende einzuläuten, beginnt man jetzt bei der Förderbank KfW, an der Preisschraube zu drehen. Seit dem 19.01.2018 sind die Zinssätze für energieeffiziente Neubauten höher, für Mitte April 2018 sind weitere Verschärfungen angekündigt. UPDATE: Am 06.02.2018 hat die KfW die Zinsen erneut erhöht.

Energetisches Sanieren unverändert

Wer eine bestehende Wohnung oder ein Haus energieeffizient umbauen will, kann vorerst weiterhin auf die symbolischen Minizinsen der KfW zählen. In allen Varianten der Kreditprogramme 151 und 152 „Energieeffizient Sanieren" hat die seit Januar 2015 geltenden 0,75 % Effektivverzinsung weiterhin Bestand. Auch die Tilgungszuschüsse für Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus sind unverändert: Zwischen 12,5 % bis 27,5 % der Kreditsumme (max. 100.000 EUR) müssen gar nicht zurück bezahlt werden.

Höhere Zinsen seit 19. Januar 2018

Bei Neubauten sieht es anders aus. Auch im Programm 153 (Energieeffizient Bauen) sind die Tilgungszuschüsse zunächst unverändert (max. 5.000 EUR für Effizienzhaus 55 bis max. 15.000 EUR für Effizienzhaus 40 Plus – gleiches gilt für Passivhäuser).

Die Zinsen ihrer Darlehen hat die KfW jedoch jetzt angehoben: Für die beliebte Kreditvariante 10/2/10 (zehn Jahre Laufzeit, zwei tilgungsfreie Anlaufjahre, zehn Jahre Zinsbindung) verlangt die Förderbank jetzt einen Sollzins von 1,40 % (effektiv 1,41 %). Zum Vergleich: Ab Februar 2017 waren es 1,2 % (eff. 1,21 %) und im Sommer 2014 noch 1,05 % (eff. 1,06 %).

Teurer ist auch die endfällige Variante 10/10/10 geworden. Hier liegt der Sollzins jetzt bei 1,80 % (eff. 1,81) gegenüber lange Jahre gültigen 1,55 % (eff. 1,56 %).

Weitere Verschärfungen ab April

Weitere Verschärfungen hat die KfW bereits für den 17. April 2018 angekündigt. Dann wird es keine Kreditvarianten im Programm 153 mit 20-jähriger Zinsbindung mehr geben. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die KfW sich außer Stande sieht die langfristige Zinsentwicklung halbwegs zuverlässig einzuschätzen.

Außerdem verkürzt die KfW die Zeit in der sie das Darlehen zum Abruf bereitstellt, ohne dafür Provision zu verlangen von 12 auf 6 Monate. Dies wiederum kann als Zeichen dafür gewertet werden, dass die Förderbank in naher Zukunft weitere Zinserhöhungen vornehmen wird und vermeiden will, dass Kunden sich über sehr frühe Förderanträge günstige Zinsen sichern.

Außerdem wird es ab April 2018 im Programm 153 keine kostenfreien Sondertilgungen mehr geben. Bislang konnten während der ersten Zinsbindungsfrist Sondertilgungen in Teilbeträgen ab 1.000 EUR bis hin zum gesamten Kreditbetrag kostenlos vorgenommen werden. Davon profitierten vor allem liquide Investoren, die das Darlehen der KfW nur mitnahmen, um den Tilgungszuschuss einzustreichen und dann die Restsumme mittels Sondertilgung beglichen. Hier will die KfW künftig mehr Planbarkeit und bei vorzeitigen Rückzahlungen mitverdienen.

UPDATE

Am heutigen 6. Februar wurden die Zinsen im Programm "Energieeffizient Bauen" erneut erhöht, nachdem sie erst am 19. Januar angehoben wurden. Die Kreditavariante 10/ 2/ 10 (zehn Jahre Laufzeit, zwei tilgungsfreie Anlaufjahre, zehn Jahre Zinsbindung) kostet jetzt effektiv 1,56 %.

Laible Verlagsprojekte

Laible Verlagsprojekte
Zum Eichelrain 3 
78476 Allensbach

Tel. +49 (0)7533 98300
Fax +49 (0)7533 98301
info@phk-verlag.de