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Ein Gastbeitrag von Stefan Oehler

Ende der EnEV Wenn die Energiewende im Gebäudebereich zum Erfolg führen soll, dann sollte das neue GEG in etwa folgendermaßen formuliert werden. Anstatt mit einer falschen EnEV Novellierung noch mehr Zeit zu verlieren, die auf 150 Seiten unverständlich und am Ziel vorbei als „Gebäude-Energieeinsparungs-Gesetz" (GEG) diskutiert wird, ist ein wirkungsvolles, effektives, einfaches und verständliches GEG auf nur drei Seiten möglich. Mehr muss nicht geregelt werden, um alle Gebäude in Deutschland technologieoffen umweltfreundlicher werden zu lassen.

Dieser Entwurf ist als Diskussionsbeitrag zu verstehen, um deutlich zu machen, dass sich die Gesetzgebung von den wirklichen Herausforderungen zu weit entfernt hat. Man kann nicht einfach nur mit copy-paste die bisherigen Gesetzestexte zusammenschütten. Ein neuer Impuls soll hiermit gesetzt werden.

Ein zukunftsfähiges GEG, welches unverändert bis 2050 gültig ist, lässt sich bereits heute formulieren. Es bezieht sich direkt auf die kritische Umweltbelastung, nämlich die CO2 Konzentration in der Atmosphäre. Nur damit lassen sich die Klimabeschlüsse der UN, der EU und der deutschen Energiewende direkt umsetzen. Die bisherige Steuergröße Energieverbrauch von Gebäuden ist gänzlich ungeeignet, denn sie kann zu völlig anderen Ergebnissen als die Reduktion der CO2 Emissionen führen.

Daher ist dieser Vorschlag als „Gebäude-Emissions-Gesetz" zu verstehen, denn er soll im Rahmen der Energiewende die entscheidenden Weichen stellen, um den gesamten Gebäudebestand Schritt für Schritt emissionsfrei, also im Betrieb klimaneutral werden zu lassen. Die wirkungsvollste Steuergröße für die Umweltentlastung heißt nicht „kWh", sondern „kg CO2" und sie wird gerechter und genauer pro Person anstatt pro m2 ermittelt, so dass sie direkt dem persönlichen Carbon Footprint zugerechnet werden kann, um damit den Anteil des Global Warming durch Gebäude und deren Nutzer zu ermitteln. Der informativ mitgeführte Endenergieverbrauch, der sich eben nicht proportional zu den Emissionen entwickelt, ist lediglich für den Nutzer interessant, da er die Nebenkosten und den Komfort definiert.

Das GEG 2050 denkt vom Ziel her, also vom emissionsfreien Gebäudebestand 2050 und leitet von dieser absoluten Größe für jedes Gebäude einen individuellen Sanierungsfahrplan ab, der die jährlichen Grenzwerte gebäudeweise definiert. Mit gezielten Forderungen und Förderungen lassen sich dafür wirtschaftliche Rahmenbedingungen bereitstellen, um nachhaltig in den Werterhalt der Gebäude investieren zu können und die überfällige Sanierung des Gebäudebestandes endlich attraktiv zu machen. Das GEG-2050 bildet den Startschuss für das bislang größte und nachhaltigste Konjunkturprogramm in der Geschichte der BRD, denn es lässt sich volkswirtschaftlich hoch attraktiv ausgestalten.

pdfHier gehts zum Entwurf des dreiseitigen GEG95.59 kB

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Stefan Oehler
27.1.18

 

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